Mit diesem etwas erklärungsbedürftigem Motto eröffnete der Vorstand die
33. Jahreshauptversammlung des „Schwabentor“ Heimat- und Geschichtsverein Dennach e.V.
Die Zahlen spiegeln nach neueren Angaben die Anzahl von rund 27 Millionen Bürgern in Deutschland, die ehrenamtlich tätig sind. In dieser beachtlichen Zahl sind die 7 Vorstandsmitglieder des HGV enthalten, aber darüber hinaus auch etliche weitere Vereinsmitglieder, die in ihrer Freizeit uneigennützig den Verein tragen und unterstützen.
Mit diesem Denkanstoß zu Beginn und dem Gedenken an die 2025 verstorbenen Mitglieder leitete der HGV-Vorsitzende Armin Großmüller in den Berichtsteil über.
Über ein wiederum ereignisreiches Geschäftsjahr konnte die Vorstandsriege abwechselnd berichten, jeweils illustriert mit vielen Fotos von den Aktivitäten.
Zu den insgesamt 19 verschiedenen Veranstaltungen über das Jahr hinweg gehörten u.a. auch 2 Beiträge zum 750-Jahr – Jubiläum der Stadt Neuenbürg genauso wie eine „historische Wanderung“ im Rahmen der Feierlichkeiten „125 Jahre TSV Dennach“. Auch über einen Arbeitseinsatz beim Eichwaldfest der Heimatfreunde Waldrennach wurde im Zuge der „Amtshilfe“ berichtet.
Danach konnte die Schatzmeisterin in ihrem Bericht einen leichten Zuwachs der Kasse verbuchen und die Kassenprüfer die Buchführung auch positiv attestieren. Im Bericht der Schriftführerin wurde eine ebenfalls positive Tendenz der Mitgliederzahlen aufgeführt. Der HGV zählt Stand 01.01.2026 nunmehr 212 Mitglieder, 1 Ehrenmitglied und 4 Vereine in seiner Aufstellung.
Anschließend war es Bürgermeister Fabian Bader, der dankenswerterweise die Entlastung des Vorstandsgremiums beantragte und diese auch mit einem einstimmigen Votum der Versammlung entgegen nehmen konnte. Diese Gelegenheit nutzte er auch gleich, die Beiträge des HGV zum Dorfleben und im letzten Jahr speziell auch zum Stadtjubiläum besonders herauszuheben. Den Dank an die Vorstandschaft und die guten Wünsche zur Fortführung in der Zukunft verband er mit einem Aufruf zur Unterstützung einer Unterschriftenaktion, die den Erhalt des Neuenbürger Krankenhauses zum Ziel hat.
Die vorgesehenen Wahlen wurden zügig mit allen vorgeschlagenen Kandidaten durchgeführt.
Turnusmäßig wurden die Funktionen 1.Vorsitzender mit Armin Großmüller, Schatzmeisterin mit Gudrun Welsch-Großmüller und Beisitzer mit Daniel Lay einstimmig in ihren Ämtern bestätigt. Für den Posten des Schriftführers hatte sich Hendrik Hoffarth zur Wahl gestellt und wurde ebenfalls einstimmig gewählt. Neu in den Vorstand aufgerückt ist mit Nadine Kunzmann eine weitere Beisitzerin und letztlich wurden auch die Kassenprüfer Beate Bolz und Thomas Reimann für weitere 4 Jahre wiedergewählt.
Im Ausblick auf das bereits laufende Jahr wurden vorerst 6 Termine angezeigt, u.a. wieder das „Mensch-ärgere-dich-nicht“ – Turnier am 24.10.2026 in der Schwabentorhalle. Die Arbeiten für die unmittelbar bevorstehende Osterbrunnen-Aktion laufen derweil bereits auf vollen Touren. Unter neuer Leitung von Annett Heck binden diese Woche viele fleißige Hände die Girlanden, damit am Samstag, 21.03.2026 der Aufbau gelingt und zum Osterfest der Dorfbrunnen bunt geschmückt die Betrachter erfreut.
Wie in jedem Jahr findet eine Woche vor der Saisoneröffnung eine Informationsveranstaltung für die Besucherführer des Besucherbergwerks „Frischglück“ statt. Dabei informieren die Verantwortlichen für den Besucherbetrieb über mögliche Neuerungen in der kommenden Saison, beispielsweise über angepasste Eintrittspreise oder geänderte Abläufe.
Traditionell dient die Veranstaltung auch dem gemeinsamen Austausch. Kritik, Anregungen und Verbesserungsvorschläge können hier eingebracht und besprochen werden.
Die Infoveranstaltung findet am 21. März 2026 um 14 Uhr in der Stollenschänke statt.
Die ARGE „Frisch Glück“ sucht weiterhin engagierte Interessierte ab 14 Jahren, die Freude daran haben, Gäste durch das historische Besucherbergwerk zu führen. Die Tätigkeit wird im Rahmen der Ehrenamtspauschale vergütet.
Wer sich eine Tätigkeit als Besucherführerin oder Besucherführer vorstellen kann, ist herzlich zur Teilnahme an der Informationsveranstaltung eingeladen.
Beim nächsten Arbeitseinsatz im Bergwerk werden unter anderem noch einige defekte Scheinwerfer ausgetauscht. Dadurch können die beeindruckenden Weitungen des Besucherbergwerks auch künftig wieder im richtigen Licht bestaunt werden.
Der Begriff erklärt sich beinahe von selbst: Eine Bohrstange ist ein langer Bohrer. Im modernen Bergbau gibt es Bohrstangen in unterschiedlichen Ausführungen und Längen, teilweise speziell an verschiedene Gesteinsarten angepasst.
Auch in der Grube „Frischglück“ wurden mit Bohrstangen Sprenglöcher gebohrt. In der Vitrine im Vorraum des Stollens ist eine solche Bohrstange ausgestellt.
Die Bohrstange ist geschmiedet und besitzt vier Schneiden. Gebohrt wurde damals händisch im Schlagbohrverfahren: Der Hauer setzte die Bohrstange auf das Gestein und schlug mit dem Schlägel auf das hintere Ende der Stange. Anschließend wurde die Bohrstange ein kleines Stück gedreht und erneut mit dem Schlägel getroffen. Dieser Vorgang wiederholte sich so lange, bis ein etwa 50 Zentimeter tiefes Bohrloch entstanden war. Die Bohrlöcher wurden anschließend mit Schießpulverpatronen besetzt und danach gesprengt.
Bild "Bohrstange"