„Natur nah dran“-Flächen werden zum Teil mit steinigem Substrat vorbereitet
Seit dieser Woche werden die im Rahmen des NABU-Projekts „Natur nah dran“ ausgewählten Flächen in Neuenbürg vorbereitet, die mit Wildpflanzen insektenfreundlich umgestaltet werden. Das bedeutet, dass sie zum Teil ausgebaggert und mit einem Gemisch aus Schotter und Kompost wieder aufgefüllt werden. Dies ist nötig, damit die Wildblumen und Wildstauden dort gedeihen können – sie benötigen einen sehr mageren Boden, um optimal wachsen zu können. „Die Flächen sehen für ein paar Wochen natürlich zunächst recht grau aus oder werden sogar mit einem neuen Parkplatz verwechselt. Doch keine Bange: schon im nächsten Jahr blühen hier die ersten Wildpflanzen für Tiere wie Mauerbienen, Stieglitze oder Schachbrettfalter“, erklärt NABU-Projektleiter Martin Klatt. „Es braucht jetzt etwas Geduld, aber in den nächsten ein bis zwei Jahren werden sich die Flächen immer mehr zu wertvollen und langjährigen Lebensräumen entwickeln.“
Bodenaustausch entfernt Weißklee und Co. – Flächen werden im Herbst bepflanzt
Ein weiterer Grund für den teilweisen Bodenaustausch ist, dass so die im Boden schlummernden Samen von weniger erwünschten und sich schnell ausbreitenden Pflanzen wie Melde, Knöterich oder Weißklee entfernt werden. An manchen Standorten wird die Erde an Ort und Stelle belassen, umgegraben und dann mit Wildpflanzen bestückt. Diese Methode ist weniger aufwändig, es dauert aber länger bis sich die Wildpflanzen großflächig etablieren. Die mit „Natur nah dran“ durchgeführten Maßnahmen sind individuell auf die Gegebenheiten vor Ort angepasst. Neuenbürg hat mit Hilfe von Naturgartenplaner Dr. Reinhard Witt ein geeignetes Konzept erarbeitet, das nun umgesetzt wird. Die Mitarbeiter des städtischen Bauhofs bereiten nun zunächst den Boden vor. Ab Ende September pflanzen sie dann Wildstauden, stecken Wildblumenzwiebeln und säen Wildblumensamen ein. Davor besuchen die Mitarbeitenden eine Schulung im Rahmen des Projekts, bei der sie die Methoden genauer kennenlernen.
Schotterflächen sind keine Schottergärten oder Parkplätze
Die „Natur nah dran“-Flächen sind nicht mit den Schottergärten zu verwechseln, die für Insekten und Vögel nutzlos sind. Zwar kommt in einige Projekt-Flächen ebenfalls grobes Material , aber immer in Kombination mit feinen Anteilen, wie Sand oder Schluff, die gewährleisten, dass die Samen ausreichend Bodenkontakt haben und Wurzeln sich ausbilden können. Ergänzt wird das mineralische Substrat durch Grünschnittkompost. So können Wildpflanzen gedeihen, die in einem Schottergarten kaum eine Überlebenschance hätten.
Die in Neuenbürg mit „Natur nah dran“ umgewandelten Flächen liegen im Stadtgarten, am Kreisel Wilhelmshöhe, an der Straße nach Arnbach und am Schulhof der Grundschule Arnbach An diesen Grünflächen werden vorübergehend Schilder aufgestellt, die kurz und knapp erklären, warum Baggerarbeiten stattfinden oder Substrat aufgeschüttet wird. Später werden diese durch feste Infotafeln ersetzt, die auf die wertvollen Lebensräume für die biologische Vielfalt hinweisen.
Mit der Kampagne Photovoltaik-Sommer 2026 möchten die Klimaschutz- und Energie-agentur Enzkreis Pforzheim keep gGmbH, die Stadt Pforzheim und die Stadtwerke Pforzheim gemeinsam Bürgerinnen und Bürger zum Thema Photovoltaik informieren, beraten und zur Anschaffung einer Aufdach-Photovoltaik-Anlage motivieren. Noch bis 18. Oktober 2026 haben Bürgerinnen und Bürger der Stadt Pforzheim und des Enz-kreises die kostenlose Möglichkeit ihr Haus auf die Eignung für eine PV-Anlage unter-suchen zu lassen und von lukrativen Vorteilen beim Kauf einer Aufdach-PV-Anlage über die SWP zu profitieren.
Um Informationen und Grundlagen zum Thema Photovoltaik zu vermitteln und somit den Ausbau von Photovoltaik in Pforzheim und dem Enzkreis weiter voranzubringen bietet die Klimaschutz- und Energieagentur Enzkreis Pforzheim keep gGmbH eine Reihe an kostenlo-sen Vortragsveranstaltungen an, sowohl online als auch in Präsenz. Photovoltaik in Kombi-nation mit Elektromobilität, Photovoltaik und Dachbegrünung oder Balkon-Photovoltaik sind nur einige der Themen der Vortragsreihe. Die Vorträge werden von Energieberatern der Kli-maschutz- und Energieagentur Enzkreis Pforzheim keep gGmbH sowie von weiteren Fach-experten zum Thema Erneuerbare Energien und Dachbegrünung gehalten.
Eine Übersicht aller Vorträge sowie weiterführende Informationen zu den einzelnen Veran-staltungen sind auf der Homepage der Klimaschutz- und Energieagentur Enzkreis Pforzheim keep gGmbH zu finden: keep-energieagentur.de/pv-sommer/
Die Vorträge sind kostenlos. Für Erhalt des Einwahllinks wird um eine Anmeldung zu den Online-Vorträgen an info@keep-energieagentur.de gebeten.
Bei Fragen zu Erneuerbare Energien in privaten Haushalten hilft die Energieberatung der Klimaschutz- und Energieagentur Enzkreis Pforzheim keep gGmbH mit ihrem umfangrei-chen Angebot weiter. Die Beratung findet online, telefonisch oder in einem persönlichen Ge-spräch statt. Unsere Energie-Fachleute beraten anbieterunabhängig und individuell. Mehr Informationen gibt es bei der Klimaschutz- und Energieagentur Enzkreis Pforzheim keep gGmbH unter 07231 – 308 68 68. Beratungstermine können online unter www.keep-ener-gieagentur.de/terminbuchung gebucht werden.
Die Energieberatung ist für Bürgerinnen und Bürger aufgrund der Kooperation mit der Ver-braucherzentrale und der Förderung durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Klima-schutz kostenlos. Darüber hinaus wird die Arbeit der Klimaschutz- und Energieagentur Enz-kreis Pforzheim keep gGmbH durch das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg gefördert.